Reallabor Weizplus

Projektstart: November 2021
Projektende: June 2022

Projektort
Bezirk Weiz

Ansprechperson
Barbara Hammerl

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Folder Reallabor

© AEE INTEC
© Klimafonds Krobath

Im Rahmen einer 9-monatigen Sondierungsphase werden unter Einbindung regionaler Akteure und ExpertInnen die relevanten Fragen für die potenzielle Errichtung eines Reallabors in der Region Weizplus geklärt.

Mit dem Reallabor soll die Energiewende substanziell beschleunigt werden und die Region bis 2030 eine 100% Versorgung mit Erneuerbaren Energien erreichen.
Der Umbau der Energieinfrastruktur und der Steuerungsprozesse wird zu einem großen Teil dezentral in der Region erfolgen. Dabei muss sichergestellt werden, dass die Menschen an der Energiewende und an der Wertschöpfung im zukünftigen Energiesystem teilhaben können und diesen Übergang aktiv mitgestalten. Nur so kann eine hohe Akzeptanz bei den BürgerInnen erreicht werden. Die Forcierung der gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen (BürgerInnenenergie) sowie des „gemeinschaftlichen Eigenverbrauchs“ in der Region kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Ein Reallabor forciert die Öffnung von Innovationsprozessen und somit eine bessere Vernetzung der Akteure auf unterschiedlichen Handlungsebenen, ein stärkeres Einbinden der End-User und Bedarfsträger sowie co-kreative Prozesse zur Entwicklung, Erprobung und schnelleren Umsetzung von Lösungen. Insbesondere das Erproben der Energiewende, also das schrittweise Testen von Technologien und Lösungen in immer größeren Formaten soll im Reallabor unterstützt und ermöglicht werden. Dieses Hochskalieren ist insofern eine Herausforderung, als das zukünftige Energieversorgungssystem ein hochkomplexes System ist, in dem auf vielen verschiedenen Ebenen unterschiedliche Akteure zusammenarbeiten müssen. Also ein System, in dem neue Technologien im Zusammenspiel funktionieren müssen, in dem verschiedene Organisationseinheiten und Infrastrukturen zusammenwirken und in dem auch „der Faktor Mensch“ eine zentrale Rolle spielt.

Der inhaltlich-technologische Fokus der Aktivitäten liegt auf allen energierelevanten Sektoren (Wärme, Strom, Kälte, Mobilität), deren intelligenter Kopplung sowie mit dem Thema Carbon Capture Storage (CCS) auch auf der Verbindung mit dem Landwirtschaftsbereich. Technologische Innovationen (Systemlösungen) für Unternehmen werden untersucht und erprobt, um deren Beitrag zur Energiewende und den Anteil an Erneuerbaren Energien zu erhöhen. 
Der Aspekt der gemeinschaftlichen und lokalen Finanzierung von Innovations- und Investitionsvorhaben wird explizit als wesentlicher Erfolgsfaktor für eine schnellere Umsetzung von Leuchtturmprojekten für die Energiewende angesprochen. Über Crowd-Financing sollen (regional) verfügbare Ressourcen und Geldmittel für die Region eingesetzt und Investitionsströme in Richtung regionaler Energiesysteme gelenkt werden. Durch Einsatz und Förderung heimischer Technologie- und Lösungsanbieter bleiben Wertschöpfung und Gewinne in der Region. 

Das StadtLABOR ist Konsortialführer und ist insbesondere für die Steuerung der Akteursprozesse sowie für die Entwicklung des konkreten Leistungsportfolios eines zukünftigen Reallabors verantwortlich.

Projektpartner:

  • AEE Institut für Nachhaltige Technologien
  • REENAG Holding GmbH
  • Green Tech Cluster
  • Energieagentur Steiermark GmbH
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