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Gemma Klima – Spielerisch das Klima schützen

Ansprechperson
Barbara Hammerl

(c) FH JOANNEUM – Boris Böttger

LebensGroß zeigt seit Jahren, wie ökologische Verantwortung und soziale Teilhabe ineinandergreifen können. Mit der Beteiligung am Aktions- und Forschungsprojekt GEMMA KLIMA wird dieser Zugang nun weiter vertieft. Ziel ist es, Klimaschutz in den Alltag zu holen, ihn sichtbar zu machen und für möglichst viele Menschen erfahrbar werden zu lassen. Britta Schreinlechner‑Venier, die bei LebensGroß für Nachhaltigkeit und zahlreiche inklusive Projekte verantwortlich ist, betont: Kleine Schritte können große Veränderungen anstoßen, wenn sie mit Freude und Neugier verbunden sind.

LebensGroß begleitet jährlich rund 11.000 Menschen, die Benachteiligung erfahren. Für viele von ihnen ist nachhaltiges Verhalten nicht nur ein Umweltanliegen, sondern auch eine Frage des täglichen Zugangs zu Mobilität, leistbarem Wohnen oder gesunder Ernährung. Genau hier setzt das Projekt an: GEMMA KLIMA möchte zeigen, wie Klimaschutz inklusiv gestaltet werden kann und welche Hürden dabei sichtbar werden. Ergänzend dazu hat das hauseigene Forschungsbüro eine Studie zur „inklusiven Nachhaltigkeit“ vorgelegt, die aufzeigt, wie eng soziale und ökologische Themen miteinander verwoben sind.

Dass LebensGroß diesen Weg schon länger geht, zeigt sich in vielen konkreten Maßnahmen. Die Zentrale bezieht Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage. Das Unternehmen beteiligt sich seit Jahren am Ökoprofit-Programm, fördert klimafreundliches Verhalten seiner Mitarbeitenden und hat den Klimapakt der Stadt Graz unterzeichnet. Menschen mit Behinderung werden dabei unterstützt, öffentliche Verkehrsmittel selbstständig zu nutzen. Mitarbeitende erhalten eine finanzielle Unterstützung für das Klimaticket.

Im Rahmen von GEMMA KLIMA wurden drei monatliche Challenges entwickelt, an denen sich alle Standorte sowie die Mitarbeitenden beteiligen können:
Februar: klimafreundliche Ernährung – Gemüse, Hülsenfrüchte und regionale Produkte im Fokus
März: sanfte Mobilität – zu Fuß gehen, Radfahren, Öffis nutzen
April: nachhaltiges Einkaufen – bewusster konsumieren, wiederverwenden, tauschen

Den Abschluss bildet am 30. April ein großer Kleidertausch am Lendplatz, bei dem Kleidungsstücke ein neues Zuhause finden und der Ressourcenverbrauch sichtbar reduziert wird. Wenn Schreinlechner‑Venier am Ende Bilanz zieht, geht es ihr nicht nur um Zahlen und eingesparte Emissionen, sondern um das Erleben: möglichst viele Menschen sollen ausprobieren, was im eigenen Alltag möglich ist – und dabei entdecken, dass Klimaschutz auch verbindet.