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  • Buchrezension "energy2121"

Vorstellungen über die Zukunft sind wohl immer falsch, aber wenn der Zeithorizont lange genug ist, hat man den Vorteil, dass sie nicht überprüft und widerlegt werden können.

Der Klima- und Energiefonds hat es gewagt, eine Reihe von WissenschaftlerInnen um ihre Bilder der Energiesituation 2121 zu bitten: energy2121 – Bilder der Energiezukunft https://www.klimafonds.gv.at/service/broschueren/energy2121/. Das Buch – schon vor einem Jahr erschienen, aber wohl noch immer seiner Zeit voraus – gibt es gedruckt oder elektronisch.

Aus dem Vorwort von Theresia Vogel:

"Mit diesem Buch gibt der Klima- und Energiefonds den Menschen Bilder - Bilder einer möglichen Energiezukunft. Manche dieser Bilder sind phantasievoll, andere zeigen die Zukunft der Energie technisch, wieder andere sehen den Menschen als Mittelpunkt jeder Energienutzung und -erzeugung. Warum haben wir als Klima- und Energiefonds uns dazu entschlossen, ein solches Buch herauszugeben, werden Sie sich fragen. Und das zu Recht. Was uns auffällt, ist, dass insgesamt viel zu wenig über die fernere Zukunft diskutiert wird, die intensive gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Technologiefolgen findet kaum statt und wenige ZukunftsforscherInnen kommen aus Österreich. Wenn über Zukunft gesprochen wird, dann sind meist die nächsten wenigen Jahre gemeint."

Für mich war das Interessante weniger, zu lesen, wie sich die einzelnen Autoren die Zukunft vorstellen, sondern zu sehen, wie schwierig es für die meisten ist, sich von ihrer gegenwärtigen Arbeit zu trennen und frei in die Zukunft zu denken.

Ich halte dieses Buch für eines der wichtigsten Projekte des Klima- und Energiefonds und gratuliere besonders Theresia Vogel zur Initiative.