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StadtLABOR: Nominierung für den Preis "Lehre: Ausgezeichnet!" an der Karl-Franzens-Universität Graz

Die Vermittlung von Praxiswissen an Studierende ist uns seit langem ein wichtiges Anliegen, um jungen Menschen einen Einblick in die vielfältigen und spannenden Projekte rund um urbane Innovationen zu geben und die Begeisterung für eigenes Engagement und unternehmerisches Denken zu wecken.

Bereits zum wiederholten Male wurde Barbara Hammerl als Lehrende für die "Interdisziplinären Praktika" (IP) im Rahmen des Studiums Umweltsystemwissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz eingeladen. Für das IP "Nachhaltigkeitsgruppen in Graz" im Wintersemester 2014/2015 wurde sie nun gemeinsam mit dem Lehrenden-Team rund um Dr. Ulrike Gelbmann vom Institut für Systemwissenschaften, Innovation und Nachhaltigkeitsforschung für den Preis "Lehre: Ausgezeichnet!" nominiert. Die Jury-Sitzung findet im September 2015 statt.

Engagement für Nachhaltige Entwicklung kann von Einzelpersonen nicht bewältigt werden, und so fordern schon Brundtland-Report und Agenda 21 die Kooperation von Engagierten, SpezialistInnen verschiedener Bereiche und Betroffenen nicht-nachhaltiger Situationen. Die Bildung von Gruppen, die sich mit Aspekten nachhaltiger Entwicklung auseinandersetzen, ist Grundlage für Nachhaltige Entwicklung in vielen Bereichen - Urban Gardening, politisch aktive Gruppierungen oder kleine NGOs bilden das bunte Spektrum. Im IP wurden Grazer Nachhaltigkeitsgruppen identifiziert und von den Studierenden untersucht (in Interviews, teilnehmender Beobachtung, Auswertung durch Inhaltsanalyse). Im Zentrum standen Motive, sich in einer Nachhaltigkeitsgruppe zu engagieren, Handlungen, die in der Nachhaltigkeitsgruppe stattfinden, und am Rande Lernprozesse in der Nachhaltigkeitsgruppe. Postmoderne Ansätze wie Individualisierung, "No-long-term-interest" etc. und systemwissenschaftliche Aspekte (Panarchy, Resilienz) dienten als theoretische Basis.

Aus den Projekten des StadtLABORs wurde das „Büro der Nachbarschaften“ in das Praktikum eingebracht. Erfreulicherweise wurden durch die Arbeit der Studierenden Synergien mit anderen Grazer Nachhaltigkeitsgruppen genutzt. So  gibt seit Dezember 2014 den „Fair-Teiler“ für Bücher und Lebensmittel, der durch die Gruppe der „Lebensmittelretter“ regelmäßig mit frischen, nicht gebrauchten Lebensmitteln befüllt wird.