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AUS UNSEREN PROJEKTEN … Smart City Project Graz ... Nachlese: Öffentlicher Smart City Graz Themenabend am Mittwoch, 29. Oktober 2014 …

Diesmal fand die öffentliche Informationsveranstaltung für AnrainerInnen und Interessierte im BORG Dreierschützengasse statt. Neben der Präsentation der ersten Wettbewerbsergebnisse für die Baufelder um die Helmut-List-Halle stand auch das Thema "Gestaltung des öffentlichen Raums" am Programm.

VertreterInnen der Stadt Graz sowie aus dem Projektkonsortium standen den rund 100 BesucherInnen für einen Austausch zur Verfügung. Das StadtLABOR als Betreiber des Stadtteilmanagements "VorOrt" war natürlich mit dabei.

Beim vergangenen Themenabend wurden nach einer Begrüßung und kurzen Einleitung von DI Mag. Bertram Werle (Stadtbaudirektor) der aktuelle Projektstand sowie die Ergebnisse aus den ersten Architekturwettbewerben präsentiert. DI Kai-Uwe Hoffer (Projektleiter Smart City Graz) stellte die Siegerprojekte anhand anschaulicher Bilder jenes Ortes vor, an dem in Zukunft 3.000 - 3.500 Menschen leben und auch teilweise arbeiten werden.

Eine Entwicklung eines ehemaligen Industriegebietes mit vielen Brachflächen hin zu einem energieeffizienten, ressourcenschonenden und emissionsarmen Stadtteil mit höchster Lebensqualität passiert nicht von heute auf morgen, sondern ist ein länger andauernder Prozess. DI Bernhard Inninger (Abteilungsleiter der Stadtplanung) erläuterte die vielen Entwicklungsschritte, die hier auf stadtplanerischer Ebene erforderlich sind (Rahmenplan, Änderung des Flächenwidmungsplanes, städteplanerische bauliche und baukünstlerische Wettbewerb, Bebauungsplan, Bauverfahren).

Die Investoren, vertreten durch Mag. Nikolaus Lallitsch (Leiter Immobilien und Infrastruktur der Raiffeisenlandesbank Steiermark) und DI Roland Sommer (Head of Public-Private Affairs, AVL List GmbH) sind mit den Resultaten der Wettbewerbe durchwegs zufrieden und freuen sich auf die Projektumsetzung, die bereits intensiv vorbereitet wird.

Begonnen wird mit dem Bau des Forschungsturms vom "Hans Höllwart Forschungszentrum für Integrales Bauwesen" (kurz: Fibag) neben der Helmut-List-Halle, dessen Fassade durch die Grätzelzelle ein weiteres, technologisches Symbol der Smart City darstellt: Diese Zellen wandeln nämlich Licht in Energie um, ähnlich wie Pflanzenblätter, sind allerdings transparent, erklärt DI Dr. Mario J. Müller (Vorstand der Fibag). Die Fertigstellung des Forschungsturms ist für Mitte 2016 geplant. Im selben Jahr sollen auch die weiteren Teile des ersten Demonstrationsprojekts vollendet werden: die Energiezentrale mit dazugehörigem Energienetz für die autonome Energieversorgung des Stadtteils sowie die energetischen Sanierungen der Helmut-List-Halle. Für das Jahr 2017 stehen der öffentlichen Park sowie die Umsetzung von einem Kindergarten, Wohnungen, Büro- und Dienstleistungsgebäuden in den Baufeldern Mitte und Süd auf dem Programm. Im Anschluss daran wird mit der Errichtung des Schulcampus begonnen, im ersten Schritt mit dem Bau einer Volksschule, im zweiten Schritt soll eine Neue Mittelschule folgen. Weitere Flächen für Wohnen, Büro und Handel sollen angrenzend zur Schule entstehen, darunter ist auch ein Studentenwohnheim geplant. Im Jahr 2020 sollen der Schulcampus sowie das Baufeld Nord, ebenfalls mit Wohnungen und Flächen für Büros und Dienstleistungen, abgeschlossen werden.

Nicht nur im Gebäudebereich sollen im neuen Stadtteil neue Wege beschritten werden, sondern auch in Bezug auf die Mobilität. DI Mark Thaller (Verkehrsabteilung der Stadt Graz) nannte ressourcenschonende und schadstoffarme Mobilität sowie eine Verdichtung bzw. einen möglichen Ausbau des bestehenden ÖV-Angebots in kernnahen Bereichen als konkrete Ziele.
Mögliche Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen, sind z.B.
Mobilitätsmanagement, eine entsprechende Infrastruktur zur Förderung kurzer Wege (Radwege, Nahversorgung,...), Car- und Bike Sharing, Ladestationen für E-Fahrzeuge, Radservicestationen, Informationsportale sowie ein restriktiver Stellplatzschlüssel.

Der gesamte Planungsprozess wird von unserem Stadtteilmanagement "VorOrt"
begleitet. DI Elisabeth Oswald (StadtLABOR Graz) beschreibt unsere Rolle dabei als Informationsdrehscheibe und Schnittstelle zwischen der Stadt Graz bzw. dem Konsortium und den BürgerInnen / BewohnerInnen sowie lokalen Unternehmen und Organisationen.  Wir informieren, hören auf Sorgen und Bedenken, initiieren Diskussionen, sammeln Ideen und Anregungen, beteiligen, setzen gemeinsam Impulse und entwickeln gemeinsam Projekt, schaffen Möglichkeitsräume und vernetzen, um den neuen Stadtteil gemeinsam zu gestalten.

Nach den Präsentationen im Plenum hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, bei den vorhandenen Themeninseln "Stadtteilmanagement & Öffentlicher Raum", "Stadtplanung & Wettbewerbe", "Mobilität" und "Forschungsturm & Technologien" Fragen zu stellen, direkt mit VertreterInnen der Stadt Graz sowie aus dem Projektkonsortium zu diskutieren, Sorgen und Bedenken zu äußern sowie ihre Wünsche und Ideen für den öffentlichen Raum einzubringen.

Es war ein gelungener Abend mit zahlreichen TeilnehmerInnen aus der Nachbarschaft, bei dem wir auch wieder sehr viele Anregungen für unsere weitere Arbeit sammeln konnten! Ihre Anregungen werden vom StadtLABOR an die Stadtverwaltung übergeben und nach Möglichkeit in die Planungen frühzeitig eingebunden.

Weitere Informationen zum Projekt "Smart City Graz" finden Sie auf der Homepage www.smartcitygraz.at sowie in unserem Stadtteilbüro "VorOrt" am Parkplatz gegenüber der Helmut-List-Halle. Wir stehen Ihnen derzeit jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung gerne für Fragen und Austausch zur Verfügung und freuen uns auf Ihr Kommen!

Ein neuer Stadtteil entsteht im Umfeld der Waagner-Biro-Straße. Gestalten Sie mit!