DrückMichi

Projektstart: September 2019
Projektende: November 2021

Projektort

Graz

Ansprechperson

Ewa Kloss

  • © DrückMichi

PROBLEMSTELLUNG

Mobilitätsformen im urbanen Raum sind global einem Wandel unterworfen: das Konzept der autogerechten Stadt ist überholt; Ziel ist eine lebenswerte Stadt, die umweltfreundliche Verkehrsmittel fördert. Graz versteht sich mittlerweile als Radfahrstadt, es gibt aber noch großes Potential die Radinfrastruktur zu fördern. Das Projekt DrückMichi setzt sich daher mit dem Problem mangelnder Fahrradstellplätze im öffentlichen Straßenraum.

ZIELE

Im Sinne einer sukzessiven Akzeptanzentwicklung werden Autoparkflächen durch klappbare – also flexibel nutzbare – Fahrradbügel ergänzt. Dieser praxisorientierte Lösungsweg intermodaler Flächennutzung ermöglicht eine neue Herangehensweise an grundlegende Herausforderungen bei der langfristigen Integration von Fahrradabstellanlagen. Die Installation eröffnet eine neue Flächennutzung, beschränkt sich aber nicht auf ein Verkehrsmittel. Durch die Flexibilität der Bügel berücksichtigt DrückMichi die politische Sensibilität bei Maßnahmen zur Um- bzw. Mitnutzung von Kfz-Stellflächen. Die Installation erfolgt in Altbaugebieten mit vorrangiger Wohnnutzung ohne zielnaher Fahrradabstellanlagen, da die Gebäudestruktur hier meist fahrradunfreundlich ist. Die Montage von DrückMichi im Straßenraum eröffnet neue Räume des Abstellens, dient aber auch der Erforschung von Auslastungsnutzungen und verringert die Kosten der Parkfläche/EinwohnerIn, während das Risiko ungenutzter Flächen durch die Nutzungsaufweitung reduziert wird.

PROJEKTKONSORTIUM

- Technische Universität Wien

- Innovametall Stahl- & Metallbau GmbH

- Land Steiermark

- StadtLABOR Innovationen für urbane Lebensqualität GmbH

FÖRDERGEBER

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft